Das Herz und die Wissenschaft

von einem unbekannten Dichter
Der Herr Professor Wundervoll, ein sehr geschickter Mann,
hält einen Vortrag übers Herz und wie man es nennen soll.








Die Studenten sitzen Kopf an Kopf und lauschen auf sein Wort,
er erklärt die Pumpe gut und lässt das Herz ganz fort.

Da widerspricht ihm ein Student mit lachendem Gesicht:
„Nein, lieber Herr Professor, das geht so doch wirklich nicht.
Ist man verliebt in eine Maid und spürt ein süßes Weh,
soll man da sagen: Ach mein Schatz, mir tut die Pumpe so weh!
Ich lege meine Pumpe hier, vor Deine Pumpe hin,
ach gib mir Deine Pumpe, damit ich glücklich bin.
ach komm an meine Pumpe, geliebte Pumpenmaus,
wie ruh´ ich doch so gerne an Deiner Pumpe aus.
Ach pumpenliebes Mädel, schenke mir die Seeligkeit,
hörst Du nicht meine Pumpe, die brennend nach Dir schreit?
Ach, Pumpe, liebe Pumpe, warum so traurig sag´,
das ist die wahre Liebe, zwei Pumpen und ein Schlag!“

Als der Student zu Ende spricht, der ganze Hörsaal lacht,
der Herr Professor ist verwirrt, das hätte er nicht gedacht.

„Hm, hm, so, so, hm, hm, Ihr treibt mit mir wohl Scherz,
drum kehren wir zurück zu unserem Herz!“
„Der Ausdruck Herz, der ist ganz falsch,“ erklärt er hoheitsvoll,
„es ist die Pumpe und ich will, dass man es so nennen soll.
Es pumpt wie eine Pumpe, pumpt und treibt das Blut im Kreis,
drum will es auch die Wissenschaft, dass man es Pumpe heißt.“
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