Die Entrückung (vor der großen Trübsal oder nicht?)

Weitere Hinweise auf die Entrückung und die sie begleitenden Ereignisse
Die Wiederkunftsreden aus Matthäus 24
Es ist also tatsächlich so, dass der Hinweis aus 1. Korinther 15 auf die letzte Posaune von Offenbarung11 zutreffend ist.

Damit erschließen sich aber noch viele andere Ereignisse dieses Tages:
1.
"Denn gleichwie ein Blitz ausgeht vom Aufgang und scheint bis zum Niedergang, also wird auch sein die Zukunft des Menschensohnes."

"Wo aber ein Aas ist, da sammeln sich die Adler."

"Bald aber nach der Trübsal derselben Zeit werden Sonne und Mond den Schein verlieren, und Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden sich bewegen."

"Und alsdann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohnes am Himmel. Und alsdann werden heulen alle Geschlechter auf Erden und werden sehen kommen des Menschen Sohn in den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit."

"Und er wird senden seine Engel mit hellen Posaunen, und sie werden sammeln seine Auserwählten von den vier Winden, von einem Ende des Himmels zu dem anderen."
Matthäus 24:27


Matthäus 24:28

Matthäus 24:29


Matthäus 24:30



Matthäus 24:31
Jesus kommt sichtbar, mit einem weltweitem Zeichen wieder. Es geschehen kosmische Zeichen in den Gestirnen, so dass alle Menschen sich vor Angst vor Jesus verbergen. Jesus sendet seine Engel mit hellen Posaunen aus, die Auserwählten zu sammeln.
Wie in den vorgenannten Abschnitten handelt es sich hier wieder um ein Ereignis mit der „Zukunft“ des Menschensohnes (Jesus Christus). Ebenfalls sind auch die Posaunen und Engel vorhanden, gleich der Stelle aus 1. Thessalonicher 4.

Bedeutsam ist hier folgender Sinnzusammenhang:

Bei der Himmelfahrt Jesu wurde den Jüngern gesagt, dass sie Jesus in selber Art wieder kommen sehen werden. Dieses Wiederkommen ist nun das Ereignis der Entrückung. Gleichzeitig sehen aber auch alle Menschen der Erde hier Jesus in den Wolken wieder kommen und gleichzeitig sammelt hier Jesus durch seine Engel die Auserwählten.

Es ist daher keine Möglichkeit für eine Trennung der sichtbaren Wiederkunft von der Entrückung und dem Gerichtstag über diese Welt möglich.
2.
Die Schar aus der Trübsal aus Offenbarung 6

Besondere Übereinstimmung hat nachfolgender Abschnitt aus Offenbarung 6 mit Matthäus 24:27 folgende
"Und ich sah, daß es das sechste Siegel auftat, und siehe, da ward ein großes Erdbeben, und die Sonne ward schwarz wie ein härener Sack, und der Mond ward wie Blut;"

"und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde, gleichwie ein Feigenbaum seine Feigen abwirft, wenn er von großem Wind bewegt wird."

"Und der Himmel entwich wie ein zusammengerolltes Buch; und alle Berge und Inseln wurden bewegt aus ihren Örtern."


"Und die Könige auf Erden und die Großen und die Reichen und die Hauptleute und die Gewaltigen und alle Knechte und alle Freien verbargen sich in den Klüften und Felsen an den Bergen"

"und sprachen zu den Bergen und Felsen: Fallt über uns und verbergt uns vor dem Angesichte des, der auf dem Stuhl sitzt, und vor dem Zorn des Lammes!"

"Denn es ist gekommen der große Tag seines Zorns, und wer kann bestehen?"

"Und darnach sah ich vier Engel stehen auf den vier Ecken der Erde, die hielten die vier Winde der Erde, auf daß kein Wind über die Erde bliese noch über das Meer noch über irgend einen Baum."

"Und ich sah einen anderen Engel aufsteigen von der Sonne Aufgang, der hatte das Siegel des lebendigen Gottes und schrie mit großer Stimme zu den vier Engeln, welchen gegeben war zu beschädigen die Erde und das Meer;"

"und er sprach: Beschädiget die Erde nicht noch das Meer noch die Bäume, bis wir versiegeln die Knechte unsers Gottes an ihren Stirnen!"

"Und ich hörte die Zahl derer, die versiegelt wurden: hundertvierundvierzigtausend, die versiegelt waren von allen Geschlechtern der Kinder Israel: ... "

"Darnach sah ich, und siehe, eine große Schar, welche niemand zählen konnte, aus allen Heiden und Völkern und Sprachen, vor dem Stuhl stehend und vor dem Lamm, angetan mit weißen Kleidern und Palmen in ihren Händen,"

"schrieen mit großer Stimme und sprachen: Heil sei dem, der auf dem Stuhl sitzt, unserm Gott, und dem Lamm!""

"Und alle Engel standen um den Stuhl und um die Ältesten und um die vier Tiere und fielen vor dem Stuhl auf ihr Angesicht und beteten Gott an

"und sprachen: Amen, Lob und Ehre und Weisheit und Dank und Preis und Kraft und Stärke sei unserm Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen."

"Und es antwortete der Ältesten einer und sprach zu mir: Wer sind diese, mit den weißen Kleidern angetan, und woher sind sie gekommen?"

"Und ich sprach zu ihm: Herr, du weißt es. Und er sprach zu mir: Diese sind's, die gekommen sind aus großer Trübsal und haben ihre Kleider gewaschen und haben ihre Kleider hell gemacht im Blut des Lammes."

"Darum sind sie vor dem Stuhl Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel; und der auf dem Stuhl sitzt, wird über ihnen wohnen."

"Sie wird nicht mehr hungern noch dürsten; es wird auch nicht auf sie fallen die Sonne oder irgend eine Hitze;"

"denn das Lamm mitten im Stuhl wird sie weiden und leiten zu den lebendigen Wasserbrunnen, und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen."
Offenbarung 6:12


Offenbarung 6:13


Offenbarung 6:14



Offenbarung 6:15


Offenbarung 6:16


Offenbarung 6:17

Offenbarung 7:1


Offenbarung 7:2



Offenbarung 7:3


Offenbarung 7:4


Offenbarung 7:9



Offenbarung 7:10


Offenbarung 7:11


Offenbarung 7:12


Offenbarung 7:13


Offenbarung 7:14



Offenbarung 7:15


Offenbarung 7:16


Offenbarung 7:17
Analog zu Matthäus wird hier von kosmischen Geschehnissen berichtet. Die Menschen verbergen sich aus Angst vor dem Lamm (=Christus), erkennen, dass nun das Gericht Christi angebrochen ist.

Gleichzeitig versiegeln Engel 144000 Gläubige aus dem Volke Israel und es zieht eine unzählbare Schar von Gläubigen aus allen Sprachen und Nationen in die Ewigkeit ein. Nicht alle Ausleger sehen diese unzählbare Menschenmenge als Gläubige an, jedoch wird durch den Umstand, dass diese Personen in direkter Umgebung Gottes, des Lammes leben werden, klar  dass es sich um echte Gläubige handelt. 

An dieser Stelle wird übrigens ein wesentliches Auslegungsprinzip der Offenbarung sichtbar. Es wurde hinsichtlich der Offenbarung von vielen Theologen der Vorwurf gemacht, dass die Offenbarung doch nur aus Versen aus bereits vorhandenen biblischen Büchern besteht. Theologen deuten die Offenbarung als Buch zur Aufmunterung der Gläubigen während der Verfolgungszeit unter den römischen Kaisern. Hierzu soll eine Schreibergruppe geschickt Verse aus biblischen und außerbiblischen Quellen mit eigenen Vorstellungen und Offenbarungen verknüpft haben. Es ist diesen Theologen aber entgangen, dass die Offenbarung als letztes Buch der Bibel eine Art Schlussstein bildet. Wie in einem Gewölbe die Steinreihen auf einen Punkt zulaufen, verbindet die Offenbarung viele dieser Linien und fügt sie zusammen. Dies wird in der Offenbarung durch die vielen Zitate aus alttestamentarischen Büchern sichtbar. Auch in sich verknüpfen diese Verse, meist Versfragmente Teile miteinander. Diese Stelle „und er wird abwischen alle Tränen“ ist eine Prophetie aus Jesaja:
"Er wird den Tod verschlingen ewiglich; und der HERR HERR wird die Tränen von allen Angesichtern abwischen und wird aufheben alle Schmach seines Volks in allen Landen; denn der HERR hat's gesagt."
Jesaja 25:8
Gleichzeitig wird diese Aussage in Offenbarung 22 gemacht:
"und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen."
Offenbarung 21:4
Wir sehen also, dass gerade diese Zitate wie Lesezeichen uns helfen, die Bibel besser zu verstehen, oft unverständlich dastehende Teile ohne Bezug richtig einzuordnen. Hier hilft uns dieses Zitat, genau fest zu stellen, dass mit diesen Gläubigen die Braut Christi, das Weib der Offenbarung gemeint ist. (Vgl. Offenbarung 22:9 Braut = Weib)

Eine weitere Besonderheit zeichnet diese Schar aus Off. 6 aus: sie sind aus großer Trübsal gekommen. Dies ist ein weiterer Hinweis, der anzeigt, dass die Gemeinde nicht vor, sondern nach der Trübsal erst entrückt wird.
Das Gleichnis vom Unkraut im Acker
3.
"Er legte ihnen ein anderes Gleichnis vor und sprach: Das Himmelreich ist gleich einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte."

"Da aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut zwischen den Weizen und ging davon."

"Da nun das Kraut wuchs und Frucht brachte, da fand sich auch das Unkraut."

"Da traten die Knechte zu dem Hausvater und sprachen: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät ? Woher hat er denn das Unkraut?"

"Er sprach zu ihnen: Das hat der Feind getan. Da sagten die Knechte: Willst du das wir hingehen und es ausjäten?"

"Er sprach: Nein! auf daß ihr nicht zugleich den Weizen mit ausraufet, so ihr das Unkraut ausjätet."

"Lasset beides miteinander wachsen bis zur Ernte; und um der Ernte Zeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuvor das Unkraut und bindet es in Bündlein, daß man es verbrenne; aber den Weizen sammelt mir in meine Scheuer."

"Da ließ Jesus das Volk von sich und kam heim. Und seine Jünger traten zu ihm und sprachen: Deute uns das Geheimnis vom Unkraut auf dem Acker."

"Er antwortete und sprach zu ihnen: Des Menschen Sohn ist's, der da Guten Samen sät."

"Der Acker ist die Welt. Der gute Same sind die Kinder des Reiches. Das Unkraut sind die Kinder der Bosheit."

"Der Feind, der sie sät, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Welt. Die Schnitter sind die Engel."

"Gleichwie man nun das Unkraut ausjätet und mit Feuer verbrennt, so wird's auch am Ende dieser Welt gehen:"

"des Menschen Sohn wird seine Engel senden; und sie werden sammeln aus seinem Reich alle Ärgernisse und die da unrecht tun,"

"und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird sein Heulen und Zähneklappen."

"Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in ihres Vaters Reich. Wer Ohren hat zu hören, der höre!"
Matthäus 13:24


Matthäus 13:25


Matthäus 13:26

Matthäus 13:27


Matthäus 13:28


Matthäus 13:29

Matthäus 13:30



Matthäus 13:36


Matthäus 13:37

Matthäus 13:38


Matthäus 13:39

Matthäus 13:40


Matthäus 13:41


Matthäus 13:42

Matthäus 13:43
Wenn dieses Gleichnis wörtlich genommen wird, wächst neben dem Guten Samen, den Kindern des Reiches, Unkraut auf, welches der Teufel gesät hat, die Kinder der Bosheit. Man kann diese Kinder der Bosheit als Menschen bezeichnen, die innerhalb der Gemeinde sich befinden, jedoch nicht zur Gemeinde gehören. Letztlich ist daher dieses Gleichnis ein Bild auf die Kirchen heute. Die Kirchen sind leider mehrheitlich gottlos. Sie verleugnen Gott, lehnen Christus und die Notwendigkeit einer Wiedergeburt ab. Sie haben die Bibel als Märchenbuch abgetan. Diese Saat wächst aber im christlichen Bereich, ist aber nicht vom Samen Jesu.

Der Same Jesu ist die Gemeinde, herausgerufen und errettet durch Christus aus der Welt. Sie befindet sich inmitten des Unkrauts des Teufels.

Diese Mischung finden wir analog in der Offenbarung. Hier finden wir das Weib, die Braut Christi und anderseits die Hure Babylon, das Sinnbild für das abgefallene, heidnische Christentum.

Wenn nun das Gleichnis wörtlich genommen wird, kann die Ernte für beide Gruppen nur in einem Ereignis stattfinden. Die Engel werden beides abschneiden und dann beide Gruppen getrennt sammeln: die Gerechten bei Gott, die anderen im Feuerofen. Falls die Vorentrückung stattfindet, würde das heidnische Christentum ca. 7 Jahre später erst mit dem Fall der Hure Babylon gerichtet werden. Dies widerspräche dem Gleichnis Jesu und wäre eine Unstimmigkeit in der Auslegung.

Auch in der Offenbarung finden sich beide Ereignisse sehr nah beieinander:
"Denn wahrhaftig und gerecht sind seine Gerichte, daß er die große Hure verurteilt hat, welche die Erde mit ihrer Hurerei verderbte, und hat das Blut seiner Knechte von ihrer Hand gefordert."

"Und sie sprachen zum andernmal: Halleluja! und der Rauch geht auf ewiglich."

"Und die vierundzwanzig Ältesten und die vier Tiere fielen nieder und beteten an Gott, der auf dem Stuhl saß, und sprachen: AMEN, Halleluja!"

"Und eine Stimme ging aus von dem Stuhl: Lobt unsern Gott, alle seine Knechte und die ihn fürchten, beide, klein und groß!"

"Und ich hörte wie eine Stimme einer großen Schar und wie eine Stimme großer Wasser und wie eine Stimme starker Donner, die sprachen: Halleluja! denn der allmächtige Gott hat das Reich eingenommen."

"Lasset uns freuen und fröhlich sein und ihm die Ehre geben ! denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und sein Weib hat sich bereitet."
Offenbarung 19:2


Offenbarung 19:3

Offenbarung 19:4


Offenbarung 19:5


Offenbarung 19:6



Offenbarung 19:7
Direkt im Anschluss an die Vernichtung von Babylon und der Hure Babylon wird die Gemeinde, das Weib entrückt.  Die Ernte Gottes, in der das Unkraut verbrannt und die gute Ernte gesammelt wird, liegt auch in der Offenbarung eng beieinander.
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