Kann Gott auch einen sündigen Moslem lieben und vergeben?

Liebe Brüder, ich selbst bin ein Aserbaidschaner, geboren in Baku. Ich möchte euch schreiben wie Gott einmal mein Herz berührte, es war einfach ein Wunder.

Ich kam zu Gott am 20. April 1996. Ich wurde wegen eines Mordes verhaftet, als ich in der Zelle saß, verspürte ich tiefe Reue. Ich hatte jede Hoffnung in meinem Leben verloren und sah auch kein Ziel mehr für mein Leben. Mein Herz war leer. Ich war zerdrückt und wollte einfach nicht mehr leben. Als ich in dem Gefängnislager angekommen war (man teilte uns in einzelne Baracken ein) sollte ich in die Baracke Nr. 1. Im gleichen Bettengang mit mir saß ein Gläubiger, ein Baptist. Er näherte sich einmal und fragte mich: „Warum bist du immer traurig?" Ich antwortete ihm: „Ich möchte nicht mehr leben, ich will mich aufhängen". Er sagte zu mir: „Die Hand an sich legen ist eine sehr große Sünde", ich fragte ihn, woher er das wisse, und er antwortete: "Gott sagt es, nicht ich". Der Mensch hieß Schenja. Es wurde mir sehr interessant ihm zuzuhören, besonders gefiel mir seine Art liebevoll und demütig zu erklären. Er war auch sehr höflich. Dann sagte er mir: „Gott liebt dich" und öffnete die Bibel und zeigte aus dem 5. Mose 21:23: „denn ein Aufgehängter ist verflucht bei Gott".

Ich antwortete aber, ich sei ein großer Sünder, nach dem Koran kann mir nicht vergeben werden, mich soll man zum Tode verurteilen, wie kann Gott mich lieben. Er antwortete demütig: „Gott vergibt, wenn du dich zu Ihm wendest, wenn du Ihn aufrichtig um Vergebung bittest und nimmt die Buße an. Das Gespräch fing an mich sehr zu interessieren. Er lud mich in das Gebetshaus ein, aber irgendetwas, ob es Angst oder Furcht war, hielte mich zurück. Als ich mit ihm sprach, spürte ich etwas wie Liebe und Dankbarkeit und die Liebe Gottes. Er gab mir ein Bonbon und sagte: „komm Freund, wir gehen in das Gebetshaus, dort lernst du die Brüder und das Wort Gottes kennen. Und ich ging, doch zu meinem erstaunen kamen wir in ein kleines Zimmerchen das als Gebetshaus diente. Dort war man gerade beim singen:

„Meine Heimat ist im Himmel, dort oben ist mein Haus". Es gefiel mir sehr wie warm man mich dort aufgenommen hatte. Ich verspürte in meinem Herzen unerklärte Ruhe und Trost. Meine Seele war ruhig. Sie standen auf zum Gebet und luden auch mich zum Gebet ein. Ich besuchte täglich das Gebetshaus. Danach haben Verfolgungen und Unterdrückungen angefangen, man sagte mir: „du bist ein Moslem und bist zu einem Christen geworden. Man hasste mich und sagte, ich hätte meinen Glauben verraten in dem ich Christ geworden bin. Aber ich ging trotzdem hin und besuchte das Gebetshaus jeden Tag, ich fürchtete mich vor nichts. Ich spürte irgendeine Kraft und irgendeine Hand die mich führte und bewahrte. Wir waren zu viert, darunter ich - ein ehemaliger Moslem, der sieben Jahre studierte, alle islamischen Gesetze kannte und fünfmal täglich verrichtete Namas. Mein Großvater wünschte, dass ich Hodscha werde. Mein Großvater war Mullah, wie auch mein Schwiegervater, aber ich habe verstanden, dass der wahre Gott Christus, Sohn Gottes ist, weil ich in meinem Herzen Frieden, Freude und Liebe verspürt habe. Bis zu meinem Wehrdienst habe ich das islamische Gesetz gehalten und verunreinigte mich nicht, bis 20 Jahre aß ich kein Schweinefleisch. Einmal, während meines Wehrdienstes, bin ich nur durch ein Wunder am Leben geblieben. Ich habe unten gestanden, als vom vierten Stockwerk eine Betonplatte herunterrutschte und fünf cm vor mir auf den Boden fiel, meine Landsleute, Aserbaidschaner, riefen mir zu um mich zu warnen, doch ich habe sie nicht verstanden und blieb stehen. Alle wunderten sich -es war kein Zufall, Gott bewahrte mein Leben, es war Gottes Gnade.

Noch eine Begebenheit: ich war einmal in ein Mädchen verliebt, doch Ihre Familie hatte etwas dagegen, sie drohten sogar mich umzubringen, ich wandte mich zu Gott sprach: „Wenn Du der lebendige Gott bist, so hilf mir und erfüll meinen Wunsch, wenn Du es tust und meinen Wunsch erfüllst so will ich gerecht sein und keinem etwas böses tun. Aber mit der Zeit habe ich vergessen was ich Gott versprochen habe. Gott selbst rief mich zweimal, doch ich lebte weiterhin mein sündiges lasterhaftes Leben. Noch vor dem Mord hatte man mich zweimal in das Gebetshaus eingeladen, doch ich ging nicht in die Versammlung. Ich lebte ein sündiges Leben, verkaufte Alkohol, war täglich besoffen, zum Schluss verlor ich meine Familie, habe viel Böses getan. Ich war so weit, das ich ohne Grund eine Schlägerei anfangen konnte - so tobsüchtig war ich. Als ich Buße tat, habe ich verstanden - leben ohne Gott ist unmöglich. Zum Glück fand ich den wahren Gott. Ich bin meinem Gott dankbar, dafür dass Er mein Leben verändert und mir meine Sünden vergeben hat. Ihm sei Ehre und Preis in Ewigkeit. Amen! Ich sitze schon fünf Jahre. Der 5. Juni 2004 ist der Tag meiner Entlassung.

Liebe Brüder und Schwestern, ich heiße Ramis.

13. Januar 2000
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