Reisebericht Moldavien August 2004

Moldavienfahrt August 2004

“ Denn seht eure Berufung (...) nicht viele Weise (...) nicht viele Mächtige, nicht viele Edle (...) sondern das Törichte (...) Schwache (...) Unedle (...) und das Verachtete hat GOTT erwählt, das. was nichts ist, damit ER das, was etwas ist, zunichte mache, dass sich vor GOTT kein Fleisch rühme." (1. Korinther 1:26 ff)

Dem HERRN sei Dank, dass wir dieses Jahr eine ungewöhnlich ruhige Reise nach und in Moldawien erleben durften, ohne Probleme an den Grenzen, ohne Unfälle, obwohl manchmal nicht mehr viel fehlte, ohne Pannen, ohne sichtbar große Ereignisse. Viele junge „Neueinsteiger" (wie ich auch) bildeten diesmal die Gruppe. So waren Einige das erste Mal dabei und wussten nicht, was auf sie zukommt. Vielleicht herrschte deswegen anfangs in der Gruppe eine gewisse Unruhe. Am Ende der Reise aber waren wir ein zusammengeschweißtes Team und der Abschied fiel etwas schwer. Aber nun zu der eigentlichen Reise...

Am Mittwochmorgen (4. August 2004) fuhren wir los mit zwei Kleinbussen, einem LT und einem Sprinter, einem Golf und einem betagten Wohnmobil zusammen mit drei Anhängern und einem Wohnwagen (der LKW am Tag zuvor). In Heilbronn und Nürnberg stiegen noch Geschwister hinzu, und wir erhielten ein leckeres Vesper (Danke!). In Wien hielt ein Kleinbus an, der uns mit größerer Geschwindigkeit wieder einholen wollte, um eine kurze Toilettenpause zu machen. Durch eine Baustelle verfuhren wir uns jedoch, und der Funkkontakt zu dem Bus brach ab. Erst nach einer Stunde trafen wir uns auf einem Rasthof wieder, dem HERRN sei Dank dafür. In der Nacht fuhren wir durch Budapest, wo wir von der Polizei angehalten wurden, und der Fahrer eines Kleinbusses Strafe bezahlen musste, weil er in einer Kurve etwas zu sehr auf die andere Spur ausgeschert hatte. Doch GOTT sei Dank ist nichts passiert, und die Strafe blieb geringfügig. Mit der dortigen Polizei ist nicht zu spaßen.

Um 4:30 Uhr durften wir auf rumänischer Seite ankommen, und später um zirka 10 Uhr machten wir Rast bei dem rumänischen Bruder Johann, wo wir die Gemeinschaft mit den Geschwistern genossen. Hier warteten auch schon die LkW-Fahrer auf uns, die ohne Schwierigkeiten über die Grenze kamen.
Gegen 17 Uhr ging es weiter. Wir genossen die herrliche Berglandschaft der Karpaten im Hinterland Rumäniens. Auch an der moldawischen Grenze am nächsten Morgen führte uns der HERR schnell und ohne Probleme. So konnten wir dem HERRN nur danken für Seine gnädige Führung in allem.

Wer die Sanitäranlagen im Osten noch nicht gewohnt war, musste lernen, sich den Gegebenheiten anzupassen.

Unterwegs trafen wir einen Jungen, namens Igor (15 Jahre), auf der Landstraße, der Tomaten verkaufte. Er war schmutzig und hatte alte Kleider an, aber er freute sich riesig, dass wir bei ihm Tomaten kauften. Dieses Treffen war wirklich ein Gottesgeschenk. Unterdessen kamen zwei Männer (ein Opa und wahrscheinlich sein Sohn) und so konnten wir die Gelegenheit nutzen und ihnen ein paar Lieder vorsingen, Literatur weitergeben und miteinander sprechen. Als wir uns verabschiedeten, weinte der Opa. Bitte betet doch für diese Männer und Igor. Um zirka 11 Uhr kamen wir am Ziel bei Bruder Michail in Bratusani an, wo es eine herzliche Begrüßung gab. Lob und Dank sei GOTT. Am Abend fand gleich ein Gottesdienst in der dortigen Gemeinde statt.

Am nächsten Morgen teilten wir uns in Grüppchen auf. Einige gingen Behördengänge erledigen, andere einkaufen, wieder andere richteten Medikamente und ein Großteil packte Süßigkeiten zusammen (600 Tüten), die wir später verteilten. Das Hand-in-Hand-arbeiten bereitete uns große Freude, und so ging alles sehr zügig.
Am Nachmittag gingen wir zur örtlichen Behörde zur Anmeldung, wo die Sekretärin eine Überstunde wegen uns einlegen musste. Dort sangen und übten wir Lieder am Straßenrand, bis wir schließlich dem Namen nach aufgerufen wurden. Am Abend durften wir erneut einen Gottesdienst in Bratuseni halten. Gegen Ende kam ein zwölfjähriges Mädchen auf die Bühne und sagte, dass sie ihr Leben dem HERRN JESUS geben möchte. Adelina kommt aus einem ungläubigen Elternhaus. Auch für sie dürft ihr beten. In den folgenden Tagen durfte sie uns manchmal auf den Fahrten begleiten. Möge der HERR Jesus Christus sie segnen und bewahren.

Am Sonntagmorgen (8. August 2004) besuchten wir eine kleine Gemeinde mit vielen zum Teil armen Bauern. Mittlerweile kamen auch zwei Geschwister aus der Ukraine, einige ehemalige Waisenkinder und andere Geschwister zu uns, so dass wir eine freudige Gemeinschaft miteinander hatten. Sie durften oft Zeugnisse in den Gemeinden geben. So auch in dieser Versammlung. Die Gastfreundschaft von besonders armen Geschwistern erstaunte mich immer wieder. Nicht selten wurde uns ein drei- oder viergängiges „Hochzeitsmenü" vorgesetzt. Möge es der HERR ihnen reichlich vergelten.
Am Nachmittag besuchten wir das Jugendgefängnis in Lipkani, wo wir vom Direktor bereits erwartet wurden. Es hat mich erneut ins Staunen versetzt, wie freundlich wir aufgenommen wurden. Im Gefängnis sind zirka 200 Jungs zwischen 14 und 23 Jahren. Viele konnten beim Programm teilnehmen und hörten gut zu. Als Außenstehender empfindet man Mitleid mit diesen jungen Kerlen, die oft aus so kaputten Verhältnissen kommen. Viele lebten davor schon im Heim und nach ihrer Entlassung werden etliche gleich wieder inhaf­tiert wegen neuen Verbrechen. Am Schluss verteilten wir noch Literatur und Schokolade an Alle. Ein Unterschied zu den Vorjahren war, dass wir diesmal nicht mit den Jungs reden konnten. Sie wurden gleich weggeführt. Warum, wissen wir nicht. Möge das Wort GOTTES an den Herzen der Häftlinge und des Gefängnispersonals wirken. Bitte betet dafür. Am Abend verabschiedeten wir unsere LkW-Fahrer, die sich auf den Heimweg machten und dort auch gut ankamen. Dank sei dem HERRN auch dafür, denn dass es nicht selbstverständlich ist, wissen wir. hoffentlich aber nicht nur in unseren Köpfen.

Fast jeden Tag hielten einige Geschwister Kinderstunde in Bratusani, wo zirka 100 bis 150 Kinder zusammen kamen. Jedes Kind erhielt Literatur und Süßes. Möge der HERR auch hier den ausgestreuten Samen segnen, denn gerade die Kinder haben es oftmals schwer und sind so leicht zu beeinflussen.

Am Montagabend (9. August 2004) besuchten wir eine kleine Gemeinde in Alexandriani. Dort war es sehr eng, und einige der Frauen saßen außerhalb des Raumes, um die Predigt zu hören.

Am darauf folgenden Tag konnten wir drei verschiedene Gemeinden besuchen, wo wir überall sehr herzlich aufgenommen wurden. Zu dem letzten Gottesdienst in Bogdanesti möchte ich Näheres schreiben.
Der HERR führte es so, dass wir diese Gemeinde in diesem Jahr wieder besuchen konnten. Vor einigen Jahren war Hermann dort gewesen und nun baten sie, dringend wieder einmal zu kommen. Weil das Gemeindehaus wohl zu klein war, mieteten die Geschwister für diesen Abend einen Clubsaal. Anfangs waren nur ein paar Kinder mit ihren Eltern da. Später wurden es mehr und mehr. So konnten wir zuerst ein kleines Programm für die Kinder machen und danach zum eigentlichen Gottesdienst übergehen. Mit der Zeit füllte sich der ganze Raum und viele Jugendliche kamen hinzu. Viele Ungläubige hörten an diesem Abend GOTTES Wort, und wir durften zur Versöhnung mit GOTT aufrufen. Etliche mussten stehen, und andere wiederum hörten von draußen zu. Besonders die ungläubigen Jugendlichen wurden von der Predigt sehr angesprochen. Oft beobachtete ich sie, von denen viele in meinem Alter waren. Auf der Jugendkonferenz (dazu später mehr) und auch in einem anderen Gottesdienst sah ich einige dieser Jugendlichen wieder und freute mich sein, dass sie nach GOTTES Wort begehrten. Bitte betet für das ausgestreute Wort, für die vielen Seelen und für die verteilte Literatur.

Auf dem Nachhauseweg, es war bereits 1:30 Uhr, wurden wir von der Polizei an einer Kontrollstelle angehalten. Nach 24 Uhr muss man sich an den Kontrollposten ausweisen, um weiterfahren zu können. Etliche von uns schliefen schon fest im Bus, während die Fahrer mit den Papieren zu dem Polizisten gingen. Plötzlich fing dieser an zu diskutieren, dass die Fahrzeuge Transporter und keine Personenwagen seien. So kam Hermann zu den Autos zurück und holte alle 30 Leute, um zu zeigen, dass es keine Transporter sind. Ganz verschlafen trotteten wir ins kleine Polizeihäuschen, das mit uns gänzlich überfüllt war, und der Polizist fast Platzangst bekam, dass er uns schnell mit „Dawai, Dawai" rausschickte. Währenddessen kam ein anderer Polizist und fragte uns, was wir hier machen und wir erzählten ihm die Umstände mit seinem Kollegen. Nun ging dieser in das Polizeihäuschen, schimpfte mit seinem Kollegen, verabschiedete uns freundlich und begleitete uns zu den Autos; lachend über diesen Zwischenfall fuhren wir weiter. Auch die oftmals korrupten Polizisten brauchen JESUS CHRISTUS.

Am nächsten Vormittag machten wir neben der Kinderstunde einige Besuche bei Kranken und armen Familien. Wir konnten auch das gläubige Mädchen Vera, das an der Muskelschwundkrankheit leidet, und ihre Familie besuchen. Die Mutter berichtete uns von ihrer großen Not. Veras ältere, gläubige Schwester, die an der gleichen Krankheit litt, starb mit 24 Jahren. „Freut euch mit den sich Freuenden, weint mit den Weinenden!" (Römer 12:15) Zusammen sangen, lasen und beteten wir. Es war eine herzzerreißende, wenn auch kurze Gemeinschaft. Bitte betet für diese Familie.
Ein reichliches Mittagessen am See, wo wir uns mit der Jugend unserer Gastgemeinde trafen, erwartete uns am Nachmittag. So konnten wir auch hier die Gemeinschaft genießen. Am Abend besuchten wir eine große Gemeinde, die ihr großes, schönes Kirchengebäude selbst gebaut hatte. Das war für mich sehr beeindruckend.

Auch dieses Jahr besuchten wir den Kindergarten in Bratusani. Über 100 kleine Kinder konnten am Programm teilnehmen und auch die Erzieherinnen waren sehr zugänglich. Sie bereiteten für uns ein kleines, gutes Essen. Mit der Leiterin konnten wir noch sprechen und sie erzählte uns, wie dem moldawischen Staat die finanziellen Mittel fehlen. Immer wieder kamen Menschen zu uns und baten um finanzielle Hilfe oder Medikamente. Manchmal war es schwer und benötigte viel Weisheit für den richtigen Umgang mit ihnen. Mit den mitgebrachten Hilfsgütern konnten wir Allen helfen.

Der HERR führte uns in viele verschiedene Gemeinden, wo wir Gottesdienste halten durften. Es wurde über alltägliche Dinge, über Ehe, Kindererziehung, Keuschheit, Reinheit, Liebe, Stolz, Neid, Eifersucht, das böse Herz, Treue, Selbstverleugnung, Gemeinde, Christus in uns ... gepredigt. Und in allem wurde mir die Abhängigkeit vom Herrn Jesus bewusst. Ich bin so schwach, behaftet mit so vielen Fehlern, wie oft falle ich in Sünde, wie wenig verleugne ich mich selbst, ohne den Herrn Christus kann ich einfach nichts Gutes tun. Die Lieder „Mir ist Erbannung widerfahren, Erbarmung deren ich nicht wert, das zähl ich zu dem Wunderbaren, mein stolzes Herz hat's nie begehrt", „Welch Glück ist's erlöst zu sein, HERR durch dein Blut" und „So wie ich bin, so muss es sein. Nicht meine Kraft, nur DU allein" wurden mir in dieser Zeit so wertvoll. Abhängig zu sein von Jesus Christus, nicht auf sich selbst zu bauen, das ist eine sehr wichtige Sache. Und ich habe neu erkannt, dass der Herr Jesus selbst in nur leben möchte. ER will jedoch nicht den dritten oder vierten Platz in meinem Leben haben sondern den ersten. Ein ungeteiltes Herz zu haben und uns nicht Schätze in dieser Welt zu sammeln, das ist wichtig zur Nachfolge. Wie viele werden lau, träge, matt oder gehen ganz zurück in die Welt. Wir wurden sehr gesegnet durch diese Ostfahrt.

Nun möchte ich noch etwas zu der kurz vorher erwähnten Jugendkonferenz (13. August 2004) berichten. Viele Jugendliche (ungläubige sowie gläubige aus verschiedenen Gemeinden) kamen nach Bratusaiu zum Gottesdienst. Teilweise waren sie lange unterwegs gewesen. Auch einige Jugendliche, die an jenem Abend in die „Clubversammlung" kamen, haben sich jetzt zusammengetan, einen kleinen Bus mit Fahrer gemietet, um hier her zu kommen. Reinheit, Keuschheit, Sexualität, Eitelkeit der Jugend. Enthaltsamkeit, alle diese Dinge wurden angesprochen. Ein Bruder von uns gab ein bewegendes Zeugnis. Nicht nur die Jugend hörte interessiert zu, sondern auch wir. Einige Jugendgruppen hatten Liedbeiträge. Am Schluss beteten wir gemeinsam, manche unter Tränen. Es war eine Harmonie und Liebe zu spüren in diesem Gottesdienst. Doch viel wichtiger ist ja, dass das Wort GOTTES Frucht bringt in den vielen Herzen. Bitte betet dafür.

Immer wieder fielen Leute unserer Gruppe aus wegen Übelkeit, Durchfall oder anderen Beschwerden, aber GOTT sei Dank, alle durften sich nach ein - zwei Tagen wieder erholen und einsatzbereit sein.

In einer Gemeinde sang eine gläubige Zigeunerin ein Lied in ihrer Sprache für uns. So entstand eine freundschaftliche Beziehung zwischen uns, auch wenn wir kein Russisch verstanden und nicht miteinander sprechen konnten, aber durch eine herzliche Umarmung kann man sich auch ausdrücken.

In Bratusani fand auch in diesem Jahr ein Tauffest (15. August 2004) statt. 26 junge und alte Geschwister ließen sich taufen. Die Älteste war 80 Jahre alt und freute sich sehr, als sie im Wasser untergetaucht wurde, womit die Geschwister bezeugen, dass sie an den Sohn GOTTES, JESUS CHRISTUS, glauben, mit IHM gestorben, begraben und auferstanden sind und nun IHM von ganzem Herzen nachfolgen möchten. Für mich war es eine große Freude dabei zu sein. Viele Besucher und ungläubige Verwandte waren da. Der Gottesdienst und die Taufe fanden an einem See statt.
Danach fuhren alle ins Gemeindehaus, wo es ein riesiges Festessen gab. Bitte betet für die Täuflinge. Am gleichen Abend folgte bereits der „Verabschiedungsgottesdienst". So schnell ging die Zeit in Moldawien vorbei. Die Herzlichkeit der Geschwister erstaunte mich immer wieder.
Einige von uns konnten am späten Abend noch eine sehr arme Familie besuchen. Die gläubige Frau hatte nur ein Bein, und der Mann litt an Tuberkulose. Seit zirka einem Jahr ist er auch gläubig. Die zwei kleinen Söhne waren ganz schmutzig und hatten keine Schuhe an. Der Stall, von dem aus uns die Kühe beim Singen zuhörten, sah ziemlich kaputt aus. Für mich waren diese Eindrücke, inmitten einer dunklen, kalten Nacht, umgeben von viel Hundegebell, schrecklich. Ich bat, dass an diesem Armuts-Ort der Reichtum Gottes sich in den Herzen der Familie vermehren möge. Bitte betet auch für diese Familie.

Kurz vor der Abreise (16. August 2004) besuchten wir das Kinderheim in Kalininsk. Von den Umständen im Heim wurde jedes Jahr berichtet. Die Zustände haben sich nicht gebessert, im Gegenteil; das Kinderheim sieht jetzt noch heruntergekommener aus. Eine Woche vor unserer Ankunft waren Amerikaner da und brachten auch Hilfsgüter, die den kleineren Kindern später von den Erziehern, die selber wenig Geld haben, wieder abgenommen wurden. Daraufhin schrieben einige ältere Kinder einen Bericht in die Zeitung und beschwerten sich öffentlich über die Zustände im Heim. Sie wurden anschließend verprügelt und zum Schweigen gebracht. Als wir dies hörten, waren wir uns nicht sicher, ob wir trotzdem den Waisenkindern Kleidung bringen sollen, wir wollten ihnen jedoch eine kleine Freude bereiten. Wir jedes Jahr machten wir ein Programm mit Gottesdienst und spielen für die Kinder. Danach erhielten sie Literatur, Süßes und Kleidung, worüber sich besonders die Kleinen sehr freuten. Beim Abschied sagte ein Junge, dass wir bald wiederkommen sollten. Auf die Frage „Wann", antwortete er mit einem breiten Grinsen „Morgen". So fuhren wir schweren Herzens wieder zurück. Betet für dieses Kinderheim. Finden korrupten Direktor, die Erzieher und die vielen Waisenkinder, von denen sich schon so manches zum HERRN JESUS bekehrt hat.
Nach einem herzlichen Abschied (sehr viele waren gekommen) machten wir uns noch am gleichen Nachmittag auf den Rückweg nach Rumänien. Dort legten wir wieder einen Zwischenstopp ein.
Kurz vor der Straße, wo Bruder Johann wohnt, erschraken wir sehr. Auf der Straße lag ein Mensch. Einige Leute kamen hergelaufen. Er sah aus wie tot, vielleicht angefahren. Nicht weit davon stand ein Auto. So hielten wir an, um eventuell Erste Hilfe leisten zu können. GOTT sei Dank, die Frau lebte noch. Sie war betrunken und torkelte über die Straße, wo sie hinfiel. Sie blutete etwas am Kopf, war aber ansprechbar. Solche „Unfälle" geschehen nicht selten. Die vielen Todeskreuze am Straßenrand, besonders in Moldawien, bezeugen dies. Wie viele Menschen sterben so - ohne Frieden mit GOTT - ohne JESUS CHRISTUS. Und wir? Ist es uns bewusst?

Am nächsten Tag durften wir, Dank der gnädigen Führung des HERRN, gut in Deutschland ankommen.

Am Anfang des Berichts stand das Wort aus 1. Korinther 1:26 ff. Wir durften den Menschen in all unserer Schwachheit das Wort GOTTES bringen, auf dass der HERR allein (und nicht wir) gerühmt wird. In 1. Korinther 15:43 heißt es „es wird gesät in Schwachheit, es wird auferweckt in Kraft" und das ist mein Wunsch, dass alles zu SEINER Verherrlichung dienen möge. Lob und Dank sei unserem himmlischen Vater, der uns über Bitten und Verstehen bewahrt, geführt und gesegnet hat. Danke auch für eure Gebete! Ebenso ein herzliches Dankeschön für alle Hilfe jeglicher Art. Möge Gott es reichlich vergelten.

Bericht einer Mitfahrerin
R. A. Torrey
Welch in Trost ist es, zu wissen: Ein Mensch betet für mich!
Wie viel mehr Gewissheit: „Der Sohn Gottes und der Heilige Geist beten für mich“
Es ist  nicht das Größte, Segen zu haben, sondern Segen zu sein.
C.Hilty
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