Reisebericht Rumänien April 2007

Rumänienfahrt April 2007

Meine zweite Rumänienfahrt war ganz anders als die erste. Wir waren eine kleine Gruppe von sechs Geschwistern. In Rumänien kamen dann noch ein paar dazu. Am Donnerstagnachmittag, 26. April 2007, fuhren wir los.
Die Fahrt dauerte 18 Stunden bis zum Freitagmorgen.
Man braucht keine Schilder zu lesen, um zu merken, dass man in Rumänien ist; das spürt man, wenn man im Bus auf- und abhüpft oder sich wegen einer Vollbremsung festhalten muss. Bei Johann angekommen, wurde ausgeladen und gefrühstückt. Nach dem Frühstück wurde die Schokolade verpackt, dabei unterhielt uns Hermann mit Erlebnissen von der Ukrainefahrt. Abends übten wir mit Persida Lieder. Die rumänische Sprache ist nicht gerade einfach, und wenn man die Lieder zum ersten Mal übt, denkt man, man bricht sich dabei die Zunge. Doch Übung macht den Meister, und abends in der Gebetsstunde in Petresti durften wir auch schon einige Lieder singen.

Am nächsten Morgen ging es früh los nach Craiova, wo wir das Jugendgefängnis besuchten. Der Gottesdienst wurde im Freien auf einem Basketballfeld abgehalten. Die Jungs waren unruhig, es kam sogar zu einer Rauferei. Von den anliegenden Gebäuden wurden wir durch Lärm und Geschrei gestört, weil sich die anderen Jungs, die nicht am Gottesdienst teilnehmen durften, benachteiligt fühlten. Zum Schluss verteilten wir Schokolade, ein neues Testament und einige Kleinigkeiten.
Anschließend fuhren wir zu Bruder Samuel in die Gemeinde. Nach einem Eis durften wir abends am Gottesdienst teilnehmen und in dem Gemeindehaus übernachten.

Am nächsten Tag fuhren wir nach Filiasi und brachten einem Bruder Kleider, der sie an die Armen weitergibt. Mittags fand dort auch ein Gottesdienst statt. Es waren viele Kinder da, obwohl es ein normaler Arbeitstag war. Sie hörten gespannt zu, als Paul die Geschichte von einem Fasan erzählte, und Hermann ihnen Fragen stellte, was Jesus denn alles nicht könne.
Nach einem verspäteten Mittagessen bei einem lieben Bruder besuchten wir auch eine Zigeunergemeinde. Dann machten wir uns auf unseren langen, langen Heimweg durch die gefährlichen Berge Rumäniens.

Am Sonntag durften wir eine Einsegnung in Petresti erleben und aßen anschließend mit der Gemeinde gemeinsam zu Mittag. Eine besondere Spezialität der Rumänen: Kartoffeln mit Hühnerschenkel.
Nachmittags machten wir mit der Jugend einen Ausflug in die Berge mit einigen Hindernissen. Doch es blieb noch genug Energie übrig, um abends die andere Gemeinde in Petresti zu besuchen.

Die nächsten zwei Tage verbrachten wir in Pitesti. Dort erwartete uns Viktor, der uns zu einer Zigeunergemeinde brachte, die erst entstanden ist. Auf einfachen Bänken neben einem Hühnergehege konnten wir gemeinsam einen Gottesdienst feiern. Die einfachen Leute waren vom Evangelium sehr angesprochen. Das Gemeindehaus in Pitesti diente uns als Schlafplatz, Esszimmer und Küche.

Die letzte Gemeinde, die wir besuchten, war in Alba Julia. Der Gottesdienst dauerte etwas länger als gewöhnlich, doch die Geschwister freuten sich sehr über das verkündigte Wort Gottes. Danach wurden wir von einem Bruder zum Abendessen eingeladen. Seine Töchter sangen uns Lieder vor und spielten auf ihren Instrumenten.
Nach diesem schönen Abend war es besonders schwer, die Koffer zu packen und sich auf die Heimreise zu freuen.

Am Donnerstagnachmittag war es dann soweit, wir fuhren nach Hause in das reiche Deutschland, wo die Leute alles und doch nichts haben.

Bericht eines Mitfahrers

Vater im Himmel, ich bitte weder um Gesundheit noch um Krankheit, weder um Leben noch um Tod, sondern darum, dass du über meine Gesundheit und meine Krankheit, über mein Leben und meinen Tod verfügst zu deiner Ehre und meinem Heil.

Du allein weißt, was mir dienlich ist. Du allein bist der Herr, tue, was du willst. Gib mir, nimm mir, aber mache meinen Willen
dem deinen gleich.
Blaise Pascal
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